Vorstellung • Junior

Die Kühe sind los: Das Spiel MOW
von Bruno Cathala bei Hurrican Games

Kühe gut, Fliegen böse – die Welt ist so einfach …

Sobald die Tage kürzer und kälter werden, endet die Jahreszeit der Almen. Die Kühe kehren bunt geschmückt in ihre warmen Ställe zurück. Nicht minder farbenfroh geht es in MOW zu, dem Spiel um Kuhherden – und Fliegenschwärme. Die Bauern holen ihre Kühe ein und hoffen, dass das ein oder andere fliegenumkreiste Modell beim Nachbarn unterkommt.

MOW von Bruno Cathala bei Hurrican GamesMOW von Bruno Cathala bei Hurrican Games

Eine MOW-Partie besteht aus mehreren Runden. Zu Beginn jeder Runde erhalten die Spieler jeweils fünf Karten auf die Hand, der Rest wird auf einem Nachziehstapel bereitgelegt. Eine Pfeilkarte zeigt an, in welche Richtung gespielt wird; anfangs liegt sie vor dem Startspieler und weist nach links.

Pro Zug muss jeder Spieler eine Kuh zur Herde treiben. Die Herde besteht aus einer Reihe nebeneinander liegender Kuhkarten in der Tischmitte. Die Kühe laufen im Gänsemarsch (die Pfade von den Almen herab sind verflucht eng!). Neu zur Herde stoßende Kühe können sich daher nur am Kopf oder Schluss der Reihe einordnen. Jede Karte weist eine Zahl auf; die Ordnung der Kühe muss der Reihenfolge dieser Werte entsprechen. Lücken in der Zahlenfolge sind allerdings erlaubt.

So könnte beispielsweise eine Herde aus den Karten 5, 7 und 8 bestehen. Der nächste Spieler dürfte seine 12er-Karte hinter die 8 legen, jedoch nicht vor die 5. Abschließend zieht der Spieler eine neue Karte nach und beendet seinen Zug.

Die Kuhkarten im Spiel MOWDie Kuhkarten im Spiel MOW

Kuh ist nicht gleich Kuh; es gibt Spezialfälle: Schlusslichtkühe schließen die Herde an ihrem Ende ab, Zirkuskühe stellen sich auf andere Kühe des gleichen Zahlenwertes, Nachzüglerkühe nützen eine Zahlenlücke und drängeln sich in die Herde. Obendrein darf der ausspielende Bauer die Spieler-Reihenfolge ändern. Dazu nimmt er die Pfeilkarte und legt sie in gewünschter Richtung vor sich ab.

Sobald ein Bauer keine weitere Kuh der Herde anschließen kann oder will, treibt er die gesamte Herde in seinen Stall und legt die Karten verdeckt vor sich ab. Danach gründet er mit einer seiner Kühe eine neue Herde.

Ist der Nachziehstapel aufgebraucht, wird die aktuelle Herde noch heimwärts getrieben. Anschließend werden die Fliegen gezählt – sowohl die der Stall- als auch der verbliebenen Handkarten. Die Anzahl wird notiert und eine neue Runde beginnt. Die Partie endet, sobald der erste Spieler 100 oder mehr Fliegen gesammelt hat. Der Spieler mit den wenigsten Fliegen gewinnt.

MOW ist ein Kartenspiel für drei bis sechs Spieler ab sieben Jahren von Bruno Cathala; es ist bei Hurrican Games (Mr. Jack) erschienen. Die Illustrationen stammen von Sandra Tagliabue. MOW ist für etwa zehn Euro im Handel erhältlich.

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